Mein Platz für Buch- und Filmbesprechungen

Buchbesprechung

1070 Spiel- und Übungsformen, Teil 3 Ab 7. Schuljahr
Hrsg. Walter Bucher

Verlag Hofmann, Schorndorf, 2000

„1070 Spiel und Übungsformen“ ist eine von zahlreichen Veröffentlichungen des Verlages Hofmann aus der gleichnamigen Reihe. Es gibt darin Ausgaben mit Spielformen für bekannte Sportarten wie Schwimmen, Tennis, Fußball, Basketball sowie für bestimmte Zielgruppen (z.B. Senioren, Schüler).
„Spiel- und Übungsformen“, Teil 1 bis 3 fällt dabei etwas aus dem Rahmen mit dem Thema „bewegtes Lernen“. Dabei geht es nicht in erster Linie um Sport, sondern um das Lernen in der Schule über Bewegung und Aktion.
Alle Schulfächer entlang des (schweizerischen) Lehrplanes werden unter dem Aspekt des bewegten Lernens behandelt. Das reicht von Grundfertigkeiten über Hauswirtschaft, Sprache, Mathematik und Musik bis zu Entspannung, Konzentration, Bewegung.
Die „1070 Spiel- und Übungsformen“ basieren auf den Ideen der Motopädagogik, also dem ganzheitlich, bewegten Lernen. Ganzheitlich heißt hier (nach Edouard Seguin, 1812 – 1880) ein Zusammenspiel von Aktivität (Motorik), Intelligenz und Willen oder mit Pestalozzis Worten gesprochen „Kennen, Können, Wollen“. Heutige Lehrpläne greifen die alten Gedanken des ganzheitlich bewegten Lernens („Kopf, Herz und Hand“) z.B. in Form von Einteilungen wie „kognitiv, affektiv, psychosomatisch“ erneut auf.
Für alle, die mit Bewegung und Sport zu tun haben, finden sich in dem Band interessante Herleitungen und Hintergrundwissen für den Unterricht. In der Hauptsache ist das Buch dann eine Sammlung praktischer Übungen (mit kurzen Beschreibungen) für alle Lebensbereiche und das Lernen in der Schule.

WiP

Buchbesprechung

Selbstverteidung für Friedfertige
von Arnold Schacht und Herbert Frese

Die Selbstverteidigung ist ein immer bedeutender werdender Bereich des Kampfsportes. Realistische, anwendbare und praktisch für jeden anwendbare Aktionen interessieren dabei sowohl Sportler und Laien am meisten. Obwohl das nur noch begrenzt mit asiatischer Kampfkunst zu tun hat, befassen sich alle Budoarten auch und gerade mit diesem Bereich. Auf diesem Wege lassen sich auch Nichtsportler zum Budo-Kampfsport führen, die vorher Vorbehalte hatten oder sich das nicht zutrauten.
Das Buch „Selbstverteidigung für Friedfertige“ von Arnold Schacht und Herbert Frese geht noch einen Schritt weiter. Es hebt zunächst darauf ab, durch angemessenes Verhalten in bestimmten Situationen und richtiges Auftreten Gewalt zu vermeiden und einer körperlichen Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen.
Für den Fall einer unausweichlichen und bedrohlichen Gewaltsituation präsentiert das Buch eine Anzahl ausgewählter Abwehrmöglichkeiten, die zumindest die Chance zur Flucht eröffnen sollen.

Inhaltsübersicht:
Einleitung – Die Waffen des Verteidigers und ihre Anwendungsmöglichkeiten – Die Schwachstellen eines Angreifers – Kleidung – Training – Trainingsmittel – Kopfschläge – Schulterbereich – Handtechniken – Ellenbogenschläge- und Stöße – Hüfte und Gesäß – Beintechniken – Fußtritte – Alltägliche Gegenstände als Hilfsmittel zur Selbstverteidigung – Im Fachhandel erhältliche Hilfsmittel zur Selbstverteidigung – Vorbeugung – Selbstverteidigungstraining in Vereinen und Schulen.

„Selbstverteidigung für Friedfertige“ ist ein weiteres Buch in der mittlerweile großen Auswahl von Veröffentlichungen zu diesem Thema. Mit seinem Grundgedanken der Friedfertigkeit geht es das Thema auf eine für Laien angemessene Weise an und nimmt die unerlässliche Beschränkung auf einige praktische Teilaspekte sehr richtig vor. Als Einstieg in die Selbstverteidigung ist es gut geeignet, zumal es mit einem Preis von 24,90 DM erschwinglich bleibt. Nach der Lektüre ist man dann besser in der Lage, auf der Suche nach den notwendigen praktischen Übungsmöglichkeiten in Gruppen eine gezielte Auswahl zu treffen.
Der SVB Sportverlag Berlin hat die lange und gute Tradition fundierter Sportliteratur früherer Jahre aufgegriffen und führt sie mit moderner und ansprechender äußerer Form der Bücher weiter. Auch Buchprojekte, die nicht ausschließlich auf gute Marktchancen zielen, sondern inhaltlich und fachlich begründet sind, findet man im Verlagsprogramm auf dem Sportsektor und insbesondere im Kampfsport (siehe Veröffentlichungen von Werner Lind im gleichen Verlag).