Theorie-Einheiten in der Übungsleiterausbildung 5. WE

Theorie-Einheiten in der Übungsleiterausbildung 5. WE

Kommunikation (Feed Back), Pädagogik

Tipps zur Leitung von Gruppen, Führungsstile, Störungen

Grundlagen der Kommunikation
Sender-Empfänger Grundmodell mit Erweiterungen (Codierung-Übermittlung-Decodierung), Stille Post
Wahrnehmung (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) über Sinnesorgane (Augen, Ohren, Haut, Nase, Mund) sowie weitere wie z.B. Gleichgewichtsinn (Hörnerv) und Kinästhetik (Gefühl für Position im Raum).

Lerntypen und Vermittlungsformen
Entsprechend den Sinnen gibt es unterschiedliche Lerntypen bezüglich der bevorzugten Formen der Wahrnehmung (hauptsächlich visuell, auditiv akustisch und taktil haptisch,…) und entsprechende Vermittlungsmethoden (verbal-abstrakt, handlungsorientiert, gesprächsorientiert, vormachen-nachmachen,…) bzw. Lehrmethoden (Ganzheitsmethode, Teillehrmethode, induktiv, deduktiv, Try an Error, visuell unterstützt, ständige Rückmeldung, haptische Korrektur, ..). Wie lernt man am besten?…durch Kombination verschiedener Wahrnehmungsarten bzw. Vermittlungsformen (z.B. sprechen + visualisieren).

Gruppendynamik
Definition Sportgruppe. 3 – 6/9 Personen Kleingruppe und 10 – 25/30 Personen Großgruppe mit gemeinsamen Zielen, Normen, Gruppenbewußtsein, Zusammengehörigkeitsgefühl, Rollen und Positionen…

Gruppenphasenmodelle: 1.Kennenlernen, 2.Konflikt, 3.Regelungen, 4. Konstruktive Phase, 5.Abschied

Positionen in einer Gruppe (z.B. Soziogramm erstellen) wie z.B. Führung, Außenseiter, Mitläufer uä…

Gruppendanamik entsteht „immer“ sobald eine Gruppe vorhanden ist, ebenso wie Kommunikation „immer“ stattfindet (verbal – nonverbal, Inhaltebene – Beziehungsebene).

Kommunikation Regeln und Feed Back Regeln
Als methodisches Hilfsmittel wurden Kommunikationsregeln entwickelt, die unnötige Kommunikation Störungen vorbeugen sollen: Ausreden lassen, keine Floskeln/Phrasen sondern konkret sprechen (nicht „man“ sondern „ich“), deutlich sprechen, authentisch bleiben, keine Ironie, kein Konjunktiv, keine Entwertung, keine Gleichgültigkeit, Klarheit, Offenheit und sich dann auch noch mal in speziellen Feed Back (Rückmeldung) Regeln niederschlagen: keine Diskussion, keine Rechtfertigung, alles kommentarlos anhören und aufnehmen, positiv und negativ ausgeglichen rückmelden.

Daraus entwickelten sich auch Methoden bzw. Tipps für die Gesprächführung: aktives Zuhören (Rückfragen, Rückmeldung) offene Fragen (keine Suggestivfragen) mit Planung (was will ich erreichen?) und abschließender „Vereinbarung“ (Ergebnis).

Störungen (Beziehungstörungen, Kommunikationstörungen)
Störungen können begünstigt sein durch Rahmenbedingungen, bedingt durch die Gruppenphase entstehen oder sich an zwischenmenschlichen Konflikten entzünden (häufig im Zusammenhang mit dem Leiter, der aber auch Bestandteil der Gruppe ist und nicht über ihr bzw. außerhalb steht) und falschen bzw. nicht erfüllten Erwartungen.

Führungsstile
Der Leiter hat eine Leitungsverantwortung, die er verschieden wahrnehmen kann (Führungsstile wie „autoritär“, „laisser-faire“, „kooperativ“ ua. Modelle „sozial-integrativ“, „autokratisch“, „demokratisch“…).

Schreibe einen Kommentar