Theorie-Einheiten in der Übungsleiterausbildung

1.WE bzw. Themenkreis

Begrüßung
Vorstellungsrunde
Lizenzsystem des LSB NRW und Prüfungen
Besonderheiten einer Lehrprobe
Aufbau einer Übungsstunde
(Einstimmung und Ausklang)
Sicherheit im Sport (Etikette und Unfallverhütung)

2.WE bzw. Themenkreis

Motive zum Sporttreiben
Zielgruppen
Gesundheitsverständnis
Kondition (motorische Beanspruchungsformen/Grundeigenschaften)
Prinzip der biologischen Anpassungsfähigkeit

3.WE bzw. Themenkreis

Koordination
Bewegungslernen / Lehrmethoden
Methodische Prinzipien
Methodische Reihe (Übungsreihe/Spielreihe)
Fehlerkorrektur

4.WE bzw. Themenkreis

Sportorganisation
Verein und Verband
Selbständigkeit im Sport
Haftung und Recht
Ehrenkodex

5.WE bzw. Themenkreis

Selbstverständnis als Übungsleiter
Kommunikation/Feed Back
Tipps zur Leitung von Gruppen
Störungen / Führungsstile

6.WE bzw. Themenkreis

Spielformen
Funktionsgymnastik
Trainingssteuerung/Trainingsplanung
Differenzierung

7.WE bzw. Themenkreis

Sportverletzungen
Selbstverteidigung
Prüfungsvorbereitung (Wiederholung)

Aufbau einer Übungsstunde (insbesondere Einstimmung und Ausklang)
Besonderheiten einer Lehrprobe (prakt. Prüfung, Ausarbeitung + Durchführung)

1.WE bzw. Themenkreis

Begrüßung
Vorstellungsrunde
Lizenzsystem des LSB NRW und Prüfungen
Besonderheiten einer Lehrprobe
Aufbau einer Übungsstunde
(Einstimmung und Ausklang)
Sicherheit im Sport (Etikette und Unfallverhütung)
Ehrenkodex

Begrüßung,
Vorstellen der ÜL-Ausbildung (Anzahl WE und Anzahl Stunden, kurzer Überblick Inhalt/Methoden)

Vorstellungsrunde
Reihum jeder mit Name, Alter, Ort, Sportart, Trainererfahrung, sonstige Sport-/Lehrerfahrung, Warum ÜL?

Lizenzsystem des LSB NRW
Vorstellen des aktuellen Lizenzsystems des LSB NRW (ggf. Broschüre verteilen), Lizenz-System Fachverband

Besonderheiten einer Lehrprobe
Umfang und Inhalt der Prüfung (Klausur und Lehrprobe mit Ausarbeitung und Durchführung)
Verfahrensweise bei der Lehrprobe (Thema finden, Lehrprobe aufschreiben nach Raster, überarbeiten, durchführen, reflektieren mit Feedback)

Aufbau einer Übungsstunde
Einstimmung ca. 20%
Schwerpunkt ca. 40%
Schwerpunktabschluss ca. 20%
Ausklang ca. 20%

Ziel von Einstimmung und mögliche Inhalte
Ziel von Ausklang und mögliche Inhalte
Etikette und Unfallverhütung
Ehrenkodex

Schriftliche Ausarbeitung (theoretischer Teil) zur praktischen Prüfung (Lehrprobe)

Titel/Überschrift der Lehrprobe:…    In welchem Zusammenhang erstellt…

Teilnehmer / Zielgruppe:…    Gesamtzeit der Lerneinheit: 90/60 Min.

Konkret formuliertes Lernziel der Lerneinheit: …Geräte / Unterrichtsmittel: …

Kurz-Mitteilung mit Anlagen:     _______________________________

Literatur: „Handbuch für Teilnehmer/innen Basismodul Übungsleiter C, Trainer C, Jugendleiter C des LSB NRW, 6.A.“

2.WE bzw. Themenkreis

Motive zum Sporttreiben

Aufgabe:
Welche Gründe bewegen jemanden, mit (Kampf-)Sport zu beginnen?
(sammeln: wie z.B. Gesundheit, Fitness, Selbstverteidigung, Wettkampf, Freunde, …)

Aufgabe:
Was bindet jemanden später, länger beim (Kampf-)Sport zu bleiben?
(sammeln: wie z.B. soziales Umfeld, Erfolg, neue Aufgaben wie Trainertätigkeit, …)

Hinweis Zielgruppen wie z.B. Männer, Frauen, Kinder, Senioren, Flüchtlinge, Anfänger, Fortgeschrittene

Gesundheitsverständnis
Prinzip der biologischen Anpassungsfähigkeit
Kondition (motorische Beanspruchungsformen/Grundeigenschaften)

Gesundheit
…als weit gefasster Begriff bedeutet mehr als nur Freiheit von Krankheit (ganzheitliche Sicht)
(salutogenetischer Ansatz im Ggs. zu pathogenetischer Ansatz wie in der Medizin)

Ganzheitliche Sicht des Menschen und seiner Lebensqualität unter Einbeziehung der Bereiche: motorisch, emotional, kognitiv, sozial

Fitness
…als enger gefasster Begriff und in direktem Zusammenhang mit sportlicher Betätigung und der zugehörigen Erholung/Entspannung wird oft fälschlicherweise mit Kraft gleichgesetzt.

Was benötigt man z.B. für Kampfsport, welche sportlich körperlichen Fähigkeiten, Eigenschaften werden entwickelt bzw. laufend verbessert (Sammeln von Fähigkeiten, Eigenschaften)?
Ausdauer, Muskelkraft, Gelenkigkeit, …

Aufgabe:
Was wird im Training z.B. gemacht (Sammeln von sportartunspezifischen Übungen)?
laufen, springen, hüpfen, dehnen, steppen, Liegestütz, …

Aufgabe:
Was soll konkret bewirkt, erreicht werden (Sammeln von Zielen/Effekten)?
länger laufen, schneller laufen, höher oder weiter springen, höher treten, härter schlagen…

Prinzip der sogenannten Superkompensation
Die Superkompensation setzt ein bei höheren Reizen mit optimaler Erholung (nicht zu früh neue Beanspruchung, nicht zu lange Erholung bzw. zu späte erneute Belastung)

Modell der Kondition
(die Beanspruchungsformen, motorische Grundformen, konditionelle Grundeigenschaften bzw. sogenannte Hauptbeanspruchungsformen):

a) Ausdauer
b) Kraft
c) Beweglichkeit
d) Schnelligkeit
e) Koordination

Literatur: „Handbuch für Teilnehmer/innen Basismodul Übungsleiter C, Trainer C, Jugendleiter C des LSB NRW, 6.A.“

3.WE bzw. Themenkreis

Koordination
Bewegungslernen / Lehrmethoden
Methodische Prinzipien, Fehlerkorrektur
Methodische Reihe (Übungsreihe/Spielreihe)

Bewegungslehre
Wie kommt Bewegung zustande und welche Bewegungsmerkmale gibt es?

Trainingslehre
Wie wird die Leistung(-sfähigkeit) beeinflusst/gesteuert? Wiederholung Prinzip der biologischen Anpassungsfähigkeit (energetische Beanspruchungsarten)
(früher „Superkompensation“ heute bekannt als „Roux`sches Gesetz“ der Anpassungsfähigkeit) durch Training (Arndt-Schulz`sche Regel niedrige, mittlere(gewohnt), starke (mehr als gewohnt), extreme (Trainings-)Reize
z.B. Muskelhyperthropie, Muskelathropie,  (Muskelwachstum Bodybuilding bzw. Schwund bei Gips).

Bewegungslernen
Lernen (Bewegungslernen) mit dem Ziel der verbesserten Koordination (Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur).
Koordination ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Sinnesorganen (Wahrnehmung); Gehirn (Willensbildung/Motivation), zentralem (ZNS und Rückenmark) und peripherem Nervensystem wie z.B. Nervenenden in den Muskeln und der Haut (Impuls- und Wahrnehmungs-Übertragung) sowie Skelettmuskulatur (Energiegewinnung und Umsetzung in der Muskelzelle) bis hin zur mechanischen Kraftübertragung (Sehnen, Gelenke und Bänder).

Methodenlehre (Methodik)
Welche Verfahren, Inhalte (z.B. beim Training) nach welchen Prinzipien werden angewandt?
Praktische Tipps für sportlich koordinatives Lernen:
-koordinative Übungen mit allen Elementen der Koordination in jedes Training einbauen
-koordinative Übungen in erwärmtem aber nicht ermüdetem Zustand durchführen
-vielfältige Bewegungsreize bieten mit genügend Wiederholungen (ausreichend Übungszeit)
-Koordinationsübungen einbetten in vielfältige, ggf. spielerische bzw. motivierende Formen
-variables Koordinationstraining (ändern der Ausgangs- und Endposition, Bewegungsrichtung, des Tempos, des Krafteinsatzes und Bewegungsumfangs)
-Zusätzliche Anforderungen während des Übens stellen (Kopplung)
– äußere Übungsbedingungen verändern (im Wasser, fester oder weicher Untergrund)
-beidseitiges und spiegelbildliches Üben
-sonstige Veränderungen, Erschwernisse oder Erleichterungen

Einzelaufgabe mit Präsentation und Besprechung der Ergebnisse (wahlweise):
1) Ausführliche und genaue Beschreibung einer Technik (z.B. Kniestoß), so daß die Bewegung bei genauer Befolgung der Beschreibung richtig gemacht wird.
2) Ausführliche Erläuterung, was bei einer Technik (z.B. Fauststoß) zu beachten und zu vermeiden ist.
3) Hilfsmittel, Lernhilfen, Tricks, Varianten, Vorübungen, die beim Erlernen und Verbessern einer Technik (z.B.  Tornado-Kick oder Sidekick ) nützlich sind

Zur Zeit keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>